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Die Zukunft ist barrierefrei

by HandicapX

Bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse stellte die Forschungsgruppe „Urban Health Games der TU Darmstadt“, ihre bisherigen Ergebnisse zum Projekt „Frankfurter Buchmesse für Alle“ dar. Neben einem barrierefreien Standentwurf wurden mehrere Konzepte umgesetzt, die dafür gesorgt haben, dass es für Besucher mit Behinderung einfacher ist, die Frankfurter Buchmesse zu genießen.

In den Hallen haben die Verantwortlichen den Fokus daraufgelegt, dass:
• die Information an den Anzeigetafeln klar gegliedert sind,
• die Besucherströme durch ein Leitsystem problemlos überall hinkommen,
• die Lesbarkeit aller Schilder gewährleistet ist und
• alle Alternativen Gehwege gekennzeichnet sind.

Die Forschungsgruppe hat auf sehr viele Kleinigkeiten geachtet. So gibt es neben diesen Orientierungskonzepten auch innenarchitektonische Umbauten, die es für Menschen mit Behinderung erleichtert hat, sich frei zu bewegen. Es wurde berücksichtigt, dass:
• die Thekenhöhe niedrig ist,
• es einen größeren Bewegungsraum gibt,
• einen Bodenbelag mit geringerem Widerstand vorhanden ist und
• mehrere Medien, die die Informationen besser vermitteln.

Die „Urban Health Games“ – Forschungsgruppe aus Darmstadt beschäftigt sich jedoch nicht nur mit der Barrierefreiheit für Messe Besucher, sondern auch für eine barrierefreie Stadtgestaltung. Ihr Augenmerk haben Sie auf die Förderung von körperlicher Bewegung, sozialer Interaktion, Inklusion und mentaler Gesundheit gelegt. Architektur gepaart mit Gesundheit, Barrierefreiheit und sozialem Bewusstsein. Das soll schon bald die Zukunft von morgen sein. Das erhofft sich zumindest die Forschungsgruppe der TU Darmstadt, die geleitet wird von Prof. Dr.-Ing. Martin Knöll. Sie wurden im Februar 2013 damit beauftragt, die Frankfurter Buchmesse barrierefreier zu gestalten. Das Konzept zur Frankfurter Buchmesse ist eines ihrer vielen Projekte. Da wäre unter anderem, dass “Accessible Hubs – Workshop “. Dies war ein internationaler Workshop, für innenstädtische Mobilitätssysteme und auf der Healthy City Design International Konferenz, wurde das dreistufige Rahmensystem, zur Analyse und Mitgestaltung eines inklusiven öffentlichen Raums präsentiert. Näheres zu den weiteren Projekten findet man auf der Webseite: stadtspiele.tu-darmstadt.de

Barrierefreiheit wird irrtümlicherweise nur mit Problemen, die Rollstuhlfahrern im alltäglichen Leben in Verbindung gebracht, doch das ist nicht richtig. Barrierefreiheit geht weiter darüber hinaus. Es bedeutet bspw.
– mit dem Kinderwagen überall hinkommt,
– dass Menschen, die blind sind, sich besser orientieren können,
– Menschen, die mit Krücken oder einem Rollator sich besser fortbewegen können
– mehrere Sitzmöglichkeiten zu bieten, für Menschen, die keine langen Strecken laufen können.

All das sollte man mit Barrierefreiheit in Verbindung bringen. Besonders im Bereich der Inklusion wird fälschlicherweise angenommen, dass dieses Thema nur Menschen betrifft, die sich aufgrund ihrer Krankheit tagtäglich damit auseinandersetzten.

In Deutschland wird die Bevölkerung älter. Das Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung beträgt 60 Jahre. Deshalb wird das Thema immer wichtiger in der Gesellschaft. Abgesehen davon, erleichtern diese Projekte auch das Leben von vielen Menschen, die keine körperlichen Einschränkungen haben. Fahrstühle, Rampen, Parkbänke und Türen, die sich von selbst öffnen, können vieles erleichtern. Also weshalb sollte das nur Menschen etwas angehen, die eine Behinderung haben, wenn es uns allen Vorteilen bietet? Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass die Zukunft von allen Menschen barrierefreier wird.

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